Menu

Die Entwicklung des WT

Die Entstehung

Der Ursprung des WT-Gedankens besteht darin einem übermächtigen Gegner auf Augenhöhe begegnen zu können. Die Problematik ist offensichtlich: Was wenn der Angreifer schlicht stärker ist, aggressiver, größer, angsteinflößender ? Wenn er überraschend angreift und seine Vorteile einzusetzen weiß ist er ein scheinbar unüberwindbares Problem.
An dieser Stelle muss klar sein, dass ein gegenseitiges „Aufrüsten“ hinsichtlich Kraft und Aggression zwar hilfreich sein kann, aber nicht den Kern einer ernstzunehmenden Selbstverteidigung bilden darf. Irgendwann steht jemand vor einem, der dann doch mehr Kraft hat und böswilliger ist.

  • Die Lösung liegt im Beginn einer Auseinandersetzung: Diese zuerst grundsätzlich vermeiden zu wollen und wenn das nicht möglich ist so schnell wie möglich die elementaren Treffer beim Gegner zu machen, die sein weiteres Angreifen für ihn unmöglich machen.

Viele Stile versuchen Angriffe von Beginn an abzublocken und Distanz zu waren. Diese Taktik ist besonders für die Schwächeren unter uns nicht funktionell. Der Gegner macht einfach mit seinen Attacken weiter und irgendwann muß man sich geschlagen geben. Das erkannten bereits die Begründer des WT und legten einige systematische Grundlagen fest, die in jeder Kampfphase Gültigkeit besitzen:

Die 4 Kampfprinzipien

  • Ist der Weg zum Gegner frei, dann geh`auf ihn zu !
  • Sollte der Gegner blocken, dann bleib an ihm dran !
  • Bringt dir der Gegner Widerstand entgegen, dann gib diesem nach !
  • Und folge dem Gegner, wenn er zurückweicht !


Legt man diese Prinzipien als Grundlage für jegliche Art von Auseinandersetzung fest, so erhält man ein absolutes Erfolgs-Prinzip !

Jedes Problem, egal ob im Privatleben, im Job oder in einer tätlichen Auseinandersetzung wird damit offensiv angegangen und so lange bearbeitet, bis es gelöst und der eigene Erfolg garantiert ist.

Allerdings bringt eine solche Philosophie nur etwas, wenn solch „schlauen“ Worten auch etwas entsprechendes in der Praxis folgt. Auf dieser Grundlage erdachten sich die ersten WT´ler Bewegungsmuster, die die Kraft des Gegners ausnutzten konnten und gleichzeitig einen Schutz boten, der die Attacken des Angreifers unwirksam macht oder zumindest abschwächt.

Der Kern dieser Techniken liegt im Reflextraining der Arme und Beine, so dass im Nahkampf Angriffe gefühlt werden und nicht gesehen werden müssen. Die elementare Rolle spielt dabei die Entwicklung des ChiSao, einer vorwärts gerichteten Bewegungsenergie, die jede Druckveränderung im Clinch ausnutzt. Derartige Bewegungsmuster sind deutlich schneller und damit effektiver als herkömmliches „Sehen, Blocken und Kontern“.

Denkende Köpfe haben bis in die heutige Zeit die Wirksamkeit der WT-Technik optimiert und damit dafür gesorgt, dass ein einmaliger Stil entstanden ist, der auf einem ganz anderen Fundament aufgebaut wurde als das es bei den meisten Kampfsportarten der Fall ist, die heutzutage populär sind.